Das National Institute of Standards and Technology (NIST) hat bereits vor über 5 Jahren im Dokument Special Publication 800-145 (PDF) eine offizielle Definition von Cloud Computing entwickelt, die als Standard gilt. Einige wesentlichen Punkte sind meiner Meinung im “Cloud-hype” der letzten Jahre gelegentlich in Vergessenheit geraten bzw. wurden sie durch Marketingversprechen verwässert.
Zusammenfassung
Das NIST definiert fünf Cloud Computing Eigenschaften, drei Servicemodelle und vier Bereitstellungsmodelle:
Eigenschaften
- On-demand self-service bzw. Ressourcenmanagement durch den Kunden
- Board network access bzw. Bereitstellung über das Internet oder andere Netzwerke
- Resource pooling bzw. Ressourcenbündelung durch den Anbieter
- Rapid elasticity bzw. hohe und schnelle Skalierbarkeit
- Measured service bzw. Messbare Dienstnutzung und verbrauchsorientierte Verrechnung
Servicemodelle
- Infrastructure as a Service (IaaS): Eine Organisation mietet grundlegende Rechenressourcen (Server, Speicher, Netzwerke).
- Platform as a Service (PaaS): Eine Organisation mietet eine komplette Plattform, zum Beispiel ein Datenbankumgebung, einschließlich Betriebssystem, Bibliotheken und Tools.
- Software as a Service (SaaS): Eine Organisation nutzt Software, ohne sich um die zugrundeliegende Infrastruktur kümmern zu müssen.
Mehr dazu in meinem Artikel Shared Responsibility Model in der Cloud.
Bereitstellungsmodelle
- Private cloud: Ressourcen werden exklusiv für eine Organisation bereitgestellt.
- Community cloud: Ressourcen werden von einer Gruppe von Organisationen mit gemeinsamen Interessen genutzt.
- Public cloud: Ressourcen werden einem breiten Publikum über das Internet bereitgestellt. Die bekanntesten Beispiele sind AWS (Amazon Cloud), Azure (Microsoft Cloud) und GCP (Google Cloud).
- Hybrid cloud: Eine Kombination aus Public und Private Cloud.